Der 29. Dezember 2009 war eigentlich ein Tag wie jeder andere “zwischen den Jahren”…Wer also seit diesem Datum einen Ladeoder Montagekran neu auf den Markt bringt, muss sich auf die neue Richtlinie beziehen. Das hat die Hersteller vor große Herausforderungen gestellt, die auf unterschiedliche Weise gelöst wurden.
Neu ist Effer nicht – Effer ist vielmehr eine der Traditionsmarken bei hydraulischen Knickarmkranen und betätigt sich seit langem in der Projektierung und Konstruktion von Kranen, die in Sachen Hubkraft und Reichweite ganz vorne mitspielen, wie auch unsere jährliche „Bestenliste“ Wer hat den Längsten? zeigt. Dass Effer solche Großkrane bauen kann, liegt vor allem an der Verwendung von hochfesten Staehlen; wobei Effer erheblich dazu beigetragen hat, dass diese heute, wie zum Beispiel Weldox 1100 und 1300, überhaupt existieren.
Demnächst will das Unternehmen bei einigen Modellen in Punkto Hubkraft nochmals deutlich draufsatteln. Dies ist das positive Resultat aus der Erfahrung mit den ersten mit der neuen Progress-Technologie ausgestatteten Kranen, welches ein Upgrading bei anderen Modellen in kürzester Entwicklungszeit möglich macht, erklärt Giampaolo Chiffi, seit kurzem Produkt & Marketingmanager bei Effer. Progress ist ein Krankontroll- und -sicherheitssystem, das Effer in mehrjähriger Arbeit zusammen mit Sauer Danfoss entwickelt – und zuletzt verfeinert hat. Auf Basis eines stufenlosen proportionalen Abstützsystems kann damit laut Hersteller zu jeder gegeben Situation die bestmögliche Kranarbeitsleistung durchgeführt werden. Progress entspricht der höchsten Sicherheitsklasse im Rahmen der EN 12999, auch was die Ausstattung mit Arbeitskörben betrifft. Ab 2012 rüstet Effer alle Krane über 20 mt mit dem System auf.
Ein anderen Ladekran aus der großen Effer-Baureihe, der 1355er, wird im ersten Halbjahr 2012 verstärkt. Zusammen mit den Modellen 2455, 2655 und 2755 komplettiert er Effers Großkranreihe.
“Was den deutschen Markt betrifft, hat sich in den letzten Jahren ein positiver Trend eingestellt, vor allem im Süden und Südwesten. Ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau haben wir in kurzer Zeit Terrain gut machen Können und bei einigen Projekten im oberen mt-Bereich den passenden Kran geliefert”, berichtet Reinhard Prantner, Export Area Manager bei Effer. “Ganz oben, in der 100 mt – Klasse, sind heute vier Neukrane im Einsatz. Und Anfang 2012 wird eines der ersten 1855 Modelle zum Aufbau an einen deutschen Endkunden ausgeliefert.”
Zu den technologischen Errungenschaften del letzten Jahre zählt zweifelsohne Effers, „Croßtab“-Konzept, womit eine neue Ära in der Abstützung von Knickarmkranen begann.
Mittlerweile werden bei Effer die Modelle 885, 955, 1355 und 2455 / 2655 mit dieser weltweit patentierten Abstützvariante produziert. Sieht man sich die Verkaufsstatistik des italienischen Herstellers an, so erkennt man, dass nur noch jeder zehnte Kran mit Standardstützen ausgeliefert wird.











